Neem

Der Neem ist ein schnell wachsender, immergrüner Baum, der eine durchschnittliche Höhe von 15 bis 20 Metern erreicht. Der Stamm ist  kurz und selten höher als dreieinhalb Meter.  Die äußeren Holzschichten sind hell und im Inneren rötlich. Jeder Baum entwickelt wohlriechende männliche und weibliche Blüten. Die Früchte sind olivenähnliche Steinfrüchte. Die Fruchthaut ist dünn und das Fruchtfleisch gelblichweiß von bitter-süßem Geschmack.
Obwohl der Neem-Baum seit Jahrzehnten untersucht wird, sind viele seiner Wirkstoffe noch nicht völlig erforscht. Ein besonders wichtiger Stoff dürfte hier Azadirachtin sein, der Hauptbestandteil von Neemöls, das aus den gepressten Samen gewonnen wird.
Den Indern sind die Vorzüge des Neem seit Jahrtausenden bekannt, viele Auszüge des Baumes finden in der Ayurveda-Medizin Verwendung. Neem-Produkte können antibakteriell und antiviral wirken. So kann es als Mittel gegen Kopfläuse und in der Zahn- und Mundhygiene genutzt werden und soll bei Diabetes mellitus und Krebs helfen, sowie den Cholesterinspiegel senken. Ebenso wird das Öl des Neembaums bei der Bekämpfung von Hausstaubmilben eingesetzt. Der Öl-Auszug macht die Nahrungsgrundlage der Milben (die Hautschuppen) ungenießbar und stoppt somit das Wachstum der Larven. Die Samen und das Neemöl werden auch in der Landwirtschaft und von Hobbygärtnern als Dünger eingesetzt, aber auch zur akuten oder prophylaktischen Bekämpfung von Insekten, Nematoden, Milben und Pilzen. Dafür kann sowohl das Beimengen des Samenschrots zum Substrat, als auch die Verwendung einer wässrigen Lösung zum Gießen oder Spritzen angewandt werden.
In Indiens gilt Neem als Allheilmittel für alltägliche Beschwerden und wird daher als „Die Dorfapotheke" bezeichnet.
Bereits in den Urtexten des Ayurveda wird die Sonderstellung des Neembaums erwähnt. In jedem Garten und vor jedem Haus soll ein Neembaum stehen, um vor allem schädigende Einflüsse von außen abzuhalten. Er wird als Dorfapotheke bezeichnet, da fast alle Teile des Baumes nach  Überlieferungen zur Gesundheitsvorsorge oder zur Steigerung des Wohlbefindens genutzt werden kann. Hervorgehoben wird die entzündungshemmende und Pitta-ausgleichende Wirkung. Im traditionellen Ayurveda gilt Neem als eines der besten Leber- und Blutreinigungsmittel. Das erklärt die positive Wirkung auf die Haut.

Seine Wirkweise wird beschrieben als: antibakteriell, antiviral (virostatisch), pilzhemmend (fungizid),
insektizid (Insekten tötend), Neurodermitis, Hautentzündungen, Akne, Wunden, Furunkel, Ekzeme, Geschwüre, Hämorrhoiden, Hautpilze, Fusspilz, Juckreiz, Nesselsucht, Kopfschuppen, Kopfläuse, Krätze, Warzen, Scheidenentzündung, Husten, Bronchitis, Blasenentzündung, Bluthochdruck, Durchfall, Darmentzündungen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Neuralgien, Leberschwäche, Rheuma.


Niembaumöl
Das Öl ist eines der besten desinfizierenden, heilenden Mittel bie Hautkrankheiten, leichten Pilzerkrankungen und Juckreiz. Auch bei rheumatischen oder neuralgischen Schmerzen kann eine Einreibung mit Neem helfen. Es hat eine entzündungshemmende Wirkung bei Gelenk- und Muskelschmerzen. Kleinere Hautbereiche kann man direkt mit dem Niembaumöl einreiben. Für grössere Bereiche verdünnt man das Niembaumöl besser mit einem guten Pflanzenöl, z.B. Mandelöl oder Olivenöl. Bei Husten und anderen entzündlichen Erkrankungen des Atemapparates kann man einige Tropfen Niembaum-Öl in heisses Wasser tropfen und inhalieren. Auch eine Abkochung aus den Samen kann man zum Inhalieren verwenden. 

Quelle: Wikipedia


Neemprodukte für Mensch und Tier
Neembaumöl 100g 6,50€
Neemtinktur 100 ml 8,40 €
Neemblätter 100 ml 3,50 €
Neemsaat 100 ml 3,50 €